Unsere Seele ist viel älter als unser Körper. Zu selten fragen wir uns, woher unsere Seele kommt und was sie vor unserer Geburt erlebt hat. Im Laufe von vielen tausend Jahren durchlebte die Seele eine für uns unvorstellbar lange Reihe von Reinkarnationen und sammelte dabei aufgrund des karmischen Gesetzes von Ursache und Wirkung sowohl positive wie auch negative Erfahrungen.
Qi Gong für die Seele

Im Qigong gibt es sehr alte Traditionen und Methoden, die sich mit dem Wissen über die Seele und deren Heilung beschäftigen – ein sehr umfassendes und kompliziertes Thema in der chinesischen Kultur, das bis in die mythische Vergangenheit zurückreicht. Nach der Lehre von Yin und Yang gehört die Seele zum Yin – wie auch unsere Gedanken und Emotionen, der Geist und das Qi –, wohingegen der physische Körper dem Yang zugeordnet ist. Die Yin-Welt ist für unsere Augen normalerweise nicht sichtbar. Sie kann sich jedoch dem (fortgeschrittenen) Qigong-Praktizierenden durch die Entwicklung von besonderen Fähigkeiten wie zum Beispiel Hellsichtigkeit erschließen.
Das Wissen über die Seele haben die Tian-Gong-Meister auf folgenden Wegen erhalten:
- durch das Studium der alten Bücher der buddhistischen und der daoistischen Hochkultur,
- aus dem Wissensschatz der klassischen chinesischen Medizin,
- durch die Fähigkeit der Hellsichtigkeit, das heißt mit dem „dritten Auge“ zu sehen und zu forschen,
- durch den Empfang von göttlichen Botschaften.
Ein wichtiger Inhalt der modernen Seelenlehre ist das Unterscheiden:
- zwischen Störungen in der eigenen Seele und Störungen durch Fremdseelen
- zwischen seelischen Störungen aus früheren Leben der eigenen Seele und gegenwärtigen Störungen durch Fremdseelen
- zwischen seelischen Störungen, die durch Wechselwirkungen von Ursachen und Folgen aus den unzähligen Vorleben der Seele hervorgerufen werden und mitunter erst in zukünftigen Leben auftreten würden (aber unter Umständen „vorgezogen“ werden).



